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Bericht eines Sammlers

Den Haag,  Juni 2019

 

So vieles ist bereits über Iven und Aaron publiziert und man tut eigentlich gut daran, diese beiden Kunstschaffenden in Köln einmal in ihrem Atelier zu besuchen und sich selber persönlich ein Bild von ihrer Kunst und ihnen zu machen. Jaja, ich weiß, Max Frisch hat gesagt, man soll sich kein Bildnis machen, aber wenn man sich mit Arbeiten von Künstlern auseinanandersetzt, sollte man sich die Zeit für einen Besuch durchaus nehmen;

durch stetige Erderwärmung erfährt der Begriff Zeitgenössische Kunst durch ihre Werke  eine nennenswerte und der Zeit entsprechende Ergänzung. Für unsere Sehnsucht nach gleißendes Sonnenlicht ist eine Reise gen Süden nicht mehr nötig. Unsere innewohnende Offenheit für Farbenfreude bedarf immer weniger derartiger Trips. Bei aller berechtigter Dramatik in Sachen Erderwärmung, die Welt der Kunst wird farbiger. Architekten bauen wie im Süden bunte Häuser, die auch dem Wunsch nach Kühle und Schatten an den heißen Tagen entsprechen. Streuung von Licht ist in derartig gestalteten Räumen Thema, man arbeitet mit reflektierenden Flächen oder mit streuendem Glitter. Der Materialmix bei Architektur und Design beeinflusst auch die Kunst, man nimmt Ideen auf, die bisher nur aus den klassischen Urlaubszielen vertraut sind. Edles Silber und freundliche atmosphärische Farben nehmen keine Kühle von Räumen und gold-gelbes Licht sorgt für ein Gefühl von  Wärme an den frischeren Tagen. Ich bin mir sicher, dass bereits an einigen Universitäten dazu geforscht wird und entsprechende Untersuchungsergebnisse vorliegen.

Aus Dorian Gray kennen wir, dass alle Kunst zugleich Oberfläche und Symbol sei. Sammler wie ich sind mehr und mehr bereit den Schritt auf farbenfrohe stimulierende Kunst zu zu wagen. Was einst Yves Klein geschaffen hat, fand weiteren Zuspruch bei den flächig spiegelnden Arbeiten von Jeff Koons und die von Opulenz des Glitzers bestimmten Arbeiten von Iven und Aaron sind gewiss der nächste Schritt, auf den die Kunstwelt sich bereits vorbereitet. Es gibt sie bereits, Sammlungen dieser Art. Aus dem vermeintlich feststehenden Begriff *Licht und Schatten* wird der Notwendigkeit entsprechend sicher schon bald der von  *Schatten und Licht* gleichbedeutend sein, denn die Zeiten verändern sich und wir tun es in ihnen, hier in Bezug auf die Wertstellung der Lebensqualität aller Menschen in sich kontinuierlich erwärmender Umwelt.

Gut, es ließe sich jetzt leicht wieder die Diskussion über den Wert von Kunst entfachen, aber das ist ein endloses Thema, welches Galeristen wie Kunsthändler Sammler und kunstinteressierte Menschen, die ihr Geld anlegen wollen, im selben Moment aber auch zunehmend in ihre Lebensqualität investieren wollen führen.

Die Begrifflichkeiten unter denen sich Sammler wie Kunstliebhaber finden sind vielfältig. Respekt bis hin zur “Angst“ bei Neuankäufen von Kunst sind durchaus allgegenwärtig. Heute aber weiß man auch um die Möglichkeiten, die man als Sammler im Sinne des Marktes nutzen sollte, indem man auch bereit ist geschmacksbildend zu agieren und durchaus auch die Kardinalaussage: „Gefällt mir, gefällt mir nicht!“ zulassen sollte.

Ich habe erlebt, dass Sammler urplötzlich alterten, was ich so interpretiere, dass sie mit Ihrer Sammlung wie in einem Vakuum gelebt haben. Gründe hierfür sind vielfältig. Ich bejahe das Leben, liebe die Künste, vor allem die Zeitgenössische Kunst, ganz gleich ob nun von bildenden oder nicht bildenden Künstlern geschaffen.

Unter den Künstlern, die ich schätze, befindet sich ganz sicher auch das Duo Iven Orx und Aaron Vinn und ich wünsche mir, dass sie bald ein größeres und finanzierbares Atelier finden, um weitere ihrer vielen Ideen zu kreieren und umzusetzen, die bisher noch in Ihren Ideenbüchern schlummern.

 

Ein Kunstsammler

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Publikationen

Kunstkritik

VERSUCH: ZUORDNUNG

Wie oft geschieht es, dass man Künstler einem in der Kunstwelt gebräuchlichen Oberbegriff, der eine Stilrichtung, eine Malergruppe oder eine Schule definiert, zugeordnet sieht. Einige die nicht zuordnenbar sind, bekommen dann den Stempel von Stilpluralismus aufgedrückt, wofür ich hier Friedensreich Hundertwasser als Beispiel anführen möchte. Man ist daher gezwungen Kunstwerke zu beschreiben, sich auf sprachlichem Gebiet zu bewegen um den Versuch einer Umschreibung zu finden. Die Formsprache und auch die Wirkung der Kunst, dieser voller Kreativität Schaffenden, zu vermitteln.

Bei Iven Orx und Aaron Vinn treffen wir auf einen Fächer, den kretives Schaffen darstellen kann. Ihre keinesfalls heimliche Liebe gilt dem Umgang mit Lichtfülle, wobei sie durch gekonnte Streuung oder Bündelung die Wege des Lichtes, ganz gleich ob natürlich oder künstlich, über die Leinwand und auch den Rahmen hinausgehen lassen, sie so ihre ohnehin schon grosse Formate noch weiteren Raum greifen lassen.  Wären Mauern nicht als Träger der Kunstwerke nötig, ihre Objekte und Arbeiten auf Leinwand würden ufogleich am Horizont in unsere Welt herabsinken und die Grenzen zwischen Himmel und Erde verwischen.

Man muss einfach hinsehen, sich damit auseinandersetzen, denn diese Kunst macht etwas mit uns, dem Betrachter. Einige sprechen von Kitsch, andere rühmen es gute Kunst und hunderte von weiteren Aussagen dazu sind vorstellbar. In einem Punkt aber treffen sich alle, denn so etwas hat man noch nicht oft gesehen und schon zeichnet sich eine noch unbenannte Stilrichtung am Markt ab.

Wenn man die Kunst aus den Farbpigmenten Yves Kleins betrachtet, die strahlend fasziniert und  vor allem sein Blau durch Streuung unglaublich erstrahlen lässt, oder Jeff Koons Arbeiten, der mit seinen bunten Objekten grossformatiger spiegelnder Flächen brilliert, dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, dass den monochromen Arbeiten des Erstgenannten ihre Fortsetzung in multichromen und glitzernden Farben, wie wir sie bereits in Zeiten des Jugendstils und in anderen Kulturen gesehen haben, finden.

Das Künstlerduo Iven Orx und Aaron Vinn gehen diesen Weg konsequent, ohne zuordenbar zu  einem bestimmten Kunststil, einer Kunstschule oder eine Künstlergruppe zu sein, sind glaubwürdig Wegbereiter, die frühe Arbeiten wie den progressiven Weg und ihre Vision von Licht und dessen Reflektionsmöglichkeiten ebensowenig ausser Acht lassen, wie auch die Notwendigkeit, sich mit ihrem handwerklichen Können auch kommerzieller Kunst nicht zu versagen. Vollblutkünstler, die Abwege nicht zulassen.

 

M.D. Gengriel
Kunstkritiker

Juni, 2019

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Publikationen

Das Transzendente als Sujet in der Kunst

Buch von Autorin Marie Therese Löw

Im Buch „Rat der inneren Stimme: Sensibilisierung der intuitiven Intelligenz“ erläutert die Autorin Maria Therese Löw die Rolle wie auch den Einsatz der Intuition anhand von vielen Beispielen.

Neben den Künstlern wie Dali, Chagall, Chirico, findet du auch Iven Orx & Aaron Vinn. Sie zeigt dir den Einsatz  von der intuitiven, außerhalb der Ratio liegenden, assoziativen Technik, wie man die Wirklichkeit in Surrealistische Kunst transformiert.

„Rat der inneren Stimme: Sensibilisierung der intuitiven Intelligenz“
bei Amazon erhältlich

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Event

Das Interview

★ Wer sind Iven Orx und Aaron Vinn?

Iven Orx:

Geheimnisvolle Wesen, die in ihrer grenzenlosen Freiheit zeitweilig hier auf der Erde verweilen. 

 

★ Was möchten Iven Orx und Aaron Vinn denn hier auf dieser Erde?

Aaron Vinn:

Möglichst vielen Menschen Momente des Glücks bringen. 

 

★ Wie ist die Kunst von Iven Orx & Aaron Vinn?

Iven Orx:

Unsere Kunst ist frei, facettenreich und geheimnisvoll. So wie wenn du in den Himmel blickst und die grenzenlose Freiheit spürst. So sind wir und so ist unsere Kunst. Unsere Kunst ist bunt und vielfältig wie das Leben selbst. Sie ist magisch und unergründlich, wie das Mysterium des Seins. 

 

★ Was ist die Aufgabe von Iven Orx & Aaron Vinn?

Aaron Vinn:

Unsere Aufgabe besteht darin die Mauer aufzulösen, die uns die tägliche Sicht auf die Freude verwehrt. Manchmal öffnet sich für uns die Welt der Ideen und wir erkennen neue Schemen, Strukturen, Baupläne und Lichter. Dann beginnen wir den Prozess, um das auszudrücken, für das es noch keine Bilder und keine Wörter gibt. Das noch Unausgesprochene ziehen wir aus uns heraus und erlösen es aus seiner namenlosen Starre. Am Ende entsteht aus der wundersamen Wirkung ein Werk, von dem wir annehmen, dass es „ein Stück Himmel auf Erden“ sein könnte. 

 

★ Welche Rolle spielt in der Kunst von Iven Orx & Aaron Vinn die Ästhetik?

Iven Orx:

Nicht für jeden Menschen ist Kunst eine alltägliche Realität. Leider. Wir finden, dass Kunst und ihre Erfahrung in der eigenen Innerlichkeit, ein Gefühl der höchsten Form der Ästhetik sein sollte. Deswegen ist das, was wir tun nichts anderes als ein Versuch, anderen Menschen dieses Gefühl der Ästhetik nahe zu bringen. 

 

★ Warum ist es Iven Orx & Aaron Vinn so wichtig Freude zu verbreiten?

Aaron Vinn:

In unserer gestressten, oft traurigen und grauen Welt, ist die Freude, die wir für Sekunden erfahren dürfen, das höchste Glück. Die Triebfeder ist die Hoffnung, endlich aus den Begrenzungen aussteigen zu können und sich fallen zu lassen. Unsere Kunst soll dir ermöglichen, diese seltenen, starken transzendentalen Momente des Glücks zu erleben.

 

★ Es ist ein starkes Erlebnis die Kunst von Iven Orx & Aaron Vinn zu betrachten. Was ist das Geheimnis?

Iven Orx:

Unsere Kunst soll Energie vermitteln, sie soll den Betrachter geradezu anspringen und ihn besetzen, mit neuen noch nie gedachten Ideen und Räumen. Diese Energie ist unsichtbar und man kann sie nicht sichtbar machen. Aber unsere Kunst, macht sie erlebbar, oder zumindest erahnbar. Und das ergibt den Schauer, der Dich durchrieselt, wenn Du die Energie unserer Kunstwerke spürst. 

 

★ Warum sollte man Kunst von Iven Orx & Aaron Vinn sehen?

Aaron Vinn:

Es gibt Menschen, die Kunst für hirnlosen Unsinn halten, für philosophischen Unfug oder einen psychologischen Verdrängungsmechanismus, um der unbequemen Wahrheit des Alltags nicht ins Auge zu schauen. OK! Das kann man halten, wie man möchte. Aber wenn du manchmal keine Lust mehr auf Traurig sein, Anspannung und Stress hast, dann kannst du dich für unsere Kunst entscheiden und echte Freude mit ihr erleben. 

Iven Orx & Aaron Vinn and Etu
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Publikationen

“Confidence” Selbstporträt

Götter gelten als unsterblich

Gewiss, es mögen sich zwischen Olymp und Zenit sehr wohl auch schon einmal Veränderungen innerhalb der Hierarchien ergeben, aber nach wie vor ist es Königshäusern wie Künstlern vorbehalten, sich auf göttlichen Auftrag zu berufen.

Im aufgeklärten einundzwanzigsten Jahrhundert kann die Menschheit lesen, nutzt alle zur Verfügung stehenden Medien ist allzeit online und präsent, ob nun akustisch, in 2D oder 3D und allen Darstellungsformen, die da noch kommen mögen.

Wir sind das Künstlerduo Iven Orx und Aaron Vinn, beruflich wie privat ein Team an der Seite von Kunst und ihren Möglichkeiten. Wir sind davon überzeugt, dass die Welt noch stets nach Bildern schreit. Sie will sich an Opulenz und Farbenfreude satt sehen, auch um die Farben der Dokumentationen über das Grau in Grau optimal verarbeiten zu können, sich individuell zu erheben und bestärkt und entspannter die Anwesenheit auf Zeit auf dieser Erde mitverantwortlich bestreiten zu können.

Der Himmel beweist es, es gibt keine Farbe, die es nicht gibt.

Mit unserer Kunst greifen wir dieses Angebot auf und geben ihm eine Form und unseren Namen. Der Himmel ist unsere Muse, unsere Inspiration und gleichzeitig die Hauptinstanz, um unsere disziplinierte Arbeit konstant zu hinterfragen und uns in jeder Zeit zu beflügeln.

Die Gegenwart ist nun einmal avantgardexpressiv und wir befleißigen uns mit den Mitteln zeitgemäßer Demut unserem Selbstanspruch an Gestaltungsideen und Ausdrucksformen gerecht zu werden und dazu beizutragen den Istzustand der Ordnung in der Welt zu verändern und dabei jeden anzusprechen, ganz gleich, ob dieser nun eher absolutistisch denkt oder sich Aufklärung und Humanismus verpflichtet fühlt.

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Publikationen

Kunsthistorische Expertise

Die Autorin

Gabriela Szafarska, ist eine herausragende Kunsthistorikerin. Sie schloss ihr  Masterstudium in Kunstgeschichte an der berühmten Universität Warschau mit Auszeichnung ab. Ihre Erfahrungen auf dem Kunstmarkt sammelte sie in namhaften deutschen und europäischen Kunsthäusern und Galerien. Sie lebt und arbeitet in Düsseldorf. Nach der schicksalshaften Begegnung mit den Künstlern Iven Orx und Aaron Vinn widmet sie ihnen ihre Energie mit grosser Passion. In ihren Augen tragen sie, mit ihren bravurösen Kunstwerken, einen wertvollen Beitrag für die Kunst der Gegenwart bei.

Göttliche Jungs, göttliche Kunst

und ihre transavantgardistische Mystik.

Der weltberühmte Schriftsteller und Literaturwissenschaftler Vladimir Nabokov pflegte zu sagen: „Kunst ist ein göttliches Spiel, da der Künstler, während er sie erschafft, als echter Kreator sich unmittelbar dem Gott nähert.’’

Iven Orx & Aaron Vinn sind ein Kölner Künstlerduo, welches diese Kreatorrolle verkörpern als Erschaffer ihrer eigenen transzendentalen Realität. Seit 2005 arbeiten sie zusammen in ihrem Atelier in Köln und erschaffen Gemälde, Skulpturen und Kunstinstallationen. Hierbei versuchen sie jeden Tag “Ein Stück Himmel auf die Erde zu bringen“. Ihr künstlerischer Weg durchlief viele Transformationen, blieb jedoch immer ein Prozess der darauf abzielte ein Stück Mystizismus zu enthüllen.

Die Expressionistischen Gemälde

Herbert Kühn schrieb 1919, im Zusammenhang mit dem Expressionismus: „Im Expressionismus fällt das Dargestellte und der Gegenstand weit auseinander. Das Dargestellte beginnt gewissermaßen hinter dem Bild. Das Werk betrachtet nicht mehr die äußere Wirklichkeit, sondern schlägt eine andere Wirklichkeit vor, die des Künstlers.“

In dem Buch ‚Der Heros in tausend Gestalten‘ beschreibt Joseph Campell, dass uns Herausforderungen im Leben immer dann begegnen, wenn wir für sie bereit sind. In genau so einen Moment haben sich Iven Orx und Aaron Vinn kennengelernt. Die beiden Künstler sind tief im Expressionismus verwurzelt, sie haben eine ähnliche ästhetische Sensibilität, Art der Wirklichkeitsdarstellung und Arbeitsethos.

Kunst und Energie haben vieles gemeinsam darüber hinaus sind beide unendlich. Die Energie, die ein Künstler manifestiert und in sein Werk bannt, wird übertragen auf den Betrachter und indiziert in ihm unzählige Interpretationen und Bedeutungen. Dieses Phänomen kann man unterschiedlich benennen z.B. Marshall McLuhan benutzt den Begriff „Elektrizität“, ein Element das in dem Betrachter starke ästhetische Empfindungen erzeugt. Für ihn ist es gleichzusetzen mit der Energie der Sprache. Diese erwähnte „Elektrizität des Ausdrucks“ ist das faszinierende und hypnotisch-fesselnde Element, welches die Expressionistischen Arbeiten von Iven Orx und Aaron Vinn auszeichnet und sie auf dem heutigen Kunstmarkt zu etwas Besonderem macht.

Die Kunst der Gegenwart hat die Formsprache neu bewertet. Man kann demnach über  eine Dekonstruktion des Kunstwerks in der klassischen Bedeutung sprechen. Jacques Derrida schrieb, dass es „nichts außerhalb des Textes selbst gibt“, durch das paraphrasieren können wir schließen, dass es ebenso „nichts anderes gibt außer dem Kunstwerk selbst.“ Iven Orx und Aaron Vinn gehen über die Rahmenkonvention hinaus, in ihren Kunstwerken geht es nicht um die Suche nach einem einzigen Diskurs. Das Kunstwerk an sich ist für sie die Form, welche die einzig wahre Wirklichkeit repräsentiert. Eine Wirklichkeit die positive Erfahrungen, Freude und im Großen und Ganzen die Bejahung des Lebens widergespiegelt.

Für das Künstlerduo ist der Schaffensprozess genauso wichtig wie das Ergebnis selbst. Ihre Kunst entsteht fokussiert auf jedes Detail, manchmal erscheinen sie sogar mehr „wie geschrieben“ als gemalt, was sie einmalig und einzigartig macht. Die Reinheit des Lichts und die Affirmation von Farbe wie auch Form, surreale Darstellungen der Realität und auch puristische Zusammenstellungen der reinen Form sind zu perzipieren. All diese Elemente verbinden sich zu einer neuen Sprache die charakteristisch für ‚Neue Wilde‘ steht. Iven Orx und Aaron Vinn reduzieren die figurativen Elemente bis auf ein Minimum und verflechten es mit dem monochromatischem Farbverständnis von Gerhard Richter. Sie möchten auf diese Weise ein Ideal, ein reines und vollkommenes Kunstwerk erschaffen, welches unbefleckt ist und nicht von Kunstrichtungen, Strömungen oder Theorien belastet ist. Ihre Denkweise und die Interpretation ihrer Kunst reiht sich ein in die Transavantgarde. Sie zeichnet sich aus durch eine emotionale Expression, ebenso wie einer intuitiven Übertragung der Form hinein in eine stilistisch bzw. formale Verbindung, welche zusammengefasst die emotionalen Ausdrucksmittel verstärkt.

Iven Orx und Aaron Vinn explorieren stets neue und unbekannte Bereiche und erweitern ihren Horizont der formalen wie auch inhaltlichen Fähigkeiten. Sie loten unermüdlich ihre eigene Synthese der Möglichkeiten aus. Dank der Künstler eröffnen sich für uns neue Wege, um unsere eigene Bedeutung zu hinterfragen und zu gestalten.

Herwarth Walden, der Gründer der Zeitschrift „Der Sturm“, schrieb im Jahr 1927: „…der Maler präsentiert das, was er in den tiefsten Schichten seines Bewusstseins sieht. Er bringt sich selbst zum Ausdruck, die vergängliche Wirklichkeit ist für ihn lediglich ein Symbol. Er engagiert sich in dem Prozess des eigenen Selbst, die Außenwelt trägt Aufzeichnungen in sein Bewusstsein hinein, er wiederum bringt diese zum Ausdruck nach Außen.“

So beeindruckt die Kunst von Iven Orx und Aaron Vinn mit einer außergewöhnlichen Form und Komplexität, welche jedem von uns erlaubt eigenen Bedeutungen zu generieren.

Für das Künstlerduo ist der Schaffensprozess genauso wichtig wie das Ergebnis selbst. Ihre Kunst entsteht fokussiert auf jedes Detail, manchmal erscheinen sie sogar mehr „wie geschrieben“ als gemalt, was sie einmalig und einzigartig macht. Die Reinheit des Lichts und die Affirmation von Farbe wie auch Form, surreale Darstellungen der Realität und auch puristische Zusammenstellungen der reinen Form sind zu perzipieren. All diese Elemente verbinden sich zu einer neuen Sprache die charakteristisch für ‚Neue Wilde‘ steht. Iven Orx und Aaron Vinn reduzieren die figurativen Elemente bis auf ein Minimum und verflechten es mit dem monochromatischem Farbverständnis von Gerhard Richter. Sie möchten auf diese Weise ein Ideal, ein reines und vollkommenes Kunstwerk erschaffen, welches unbefleckt ist und nicht von Kunstrichtungen, Strömungen oder Theorien belastet ist. Ihre Denkweise und die Interpretation ihrer Kunst reiht sich ein in die Transavantgarde. Sie zeichnet sich aus durch eine emotionale Expression, ebenso wie einer intuitiven Übertragung der Form hinein in eine stilistisch bzw. formale Verbindung, welche zusammengefasst die emotionalen Ausdrucksmittel verstärkt.

Iven Orx und Aaron Vinn explorieren stets neue und unbekannte Bereiche und erweitern ihren Horizont der formalen wie auch inhaltlichen Fähigkeiten. Sie loten unermüdlich ihre eigene Synthese der Möglichkeiten aus. Dank der Künstler eröffnen sich für uns neue Wege, um unsere eigene Bedeutung zu hinterfragen und zu gestalten.

Herwarth Walden, der Gründer der Zeitschrift „Der Sturm“, schrieb im Jahr 1927: „…der Maler präsentiert das, was er in den tiefsten Schichten seines Bewusstseins sieht. Er bringt sich selbst zum Ausdruck, die vergängliche Wirklichkeit ist für ihn lediglich ein Symbol. Er engagiert sich in dem Prozess des eigenen Selbst, die Außenwelt trägt Aufzeichnungen in sein Bewusstsein hinein, er wiederum bringt diese zum Ausdruck nach Außen.“

So beeindruckt die Kunst von Iven Orx und Aaron Vinn mit einer außergewöhnlichen Form und Komplexität, welche jedem von uns erlaubt eigenen Bedeutungen zu generieren.

Die Göttliche Kunst

Das Prinzip des göttlichen hat bei Iven Orx und Aaron Vinn seine eigene Genesis.

Einen großen Einfluss auf ihre Kunst hat Köln, eine Stadt die unter anderem mit Wallfahrten assoziiert wird. Durch ihre große Anzahl an Sakralen Objekten (Gebäude, Monumente, Kunstwerke und Reliquien) ist sie das Synonym für Gold und Prunk. Sie verwundert und erstaunt zugleich und bewahrt so seit Jahrhunderten ihr mystisches Antlitz. Genau hierher wurden aus Vercelli (nähe Mailand) die Reliquien der Heiligen Drei Könige überführt und so zieht Köln ebenso wie der Kölner Dom, vom Mittelalter bis heute, Pilger aus der ganzen Welt an.

In der Kunst „Der Göttlichen“ taucht oft der Totenschädel auf. Für sie ist er ein wichtiges Symbol für die Grenze zwischen dem was menschlich und dem was göttlich ist, dem Diesseits und dem Jenseits. Im Christentum ist der Totenschädel das Attribut der Heiligen, sowie die Essenz des biblischen Buches vom Prediger Salomo: „Vanitas vanitatum et omnia vanitas“ (Eitelkeit der Eitelkeiten, alles ist eitel). Die Vanitas Motive des Totenschädels werden seit Jahrtausenden in der Literatur, der bildender Kunst, dem Theater und der Musik traditionell eingesetzt, um die Schönheit, den Verfall und die Vergänglichkeit alles Irdischen zu versinnbildlichen.

Iven Orx & Aaron Vinn ergründen und überspitzen die mystische, geradezu heilige Tradition mittelalterlicher Kunst. Sie war einer der Faktoren die ihre Kunst prägten, aber nicht die Einzige. Sie trafen auf ihrem Weg auch viele inspirierende Persönlichkeiten.

Eine ihrer ersten großen Inspirationen war Mary Bauermeister, welche, ebenso wie „Die Göttlichen“, mit Köln verbunden ist. Dank ihr wurden sie in die Welt der Avantgarde und vor allem in das avantgardistische Denken über Kunst eingeführt. Bauermeister bildete die Avantgarde der 1960er Jahre, sowohl im Künstlerkreis der Pop Art, dem New Realism und des Fluxus.

Sie war auch in engen Beziehungen mit Robert Rauschenberg, Jasper Johns, Niki de Saint Phall und Jean Tinguely. Ihr unübertreffliches Vorbild jedoch war ihr ganzes Leben lang Marcel Duchamp.

Für „Die Göttlichen“ war die Begegnung mit Bauermeister ein einschneidender Wendepunkt. Mit ihr durchschritten sie den künstlerischen Weg der Avantgarde und erschufen während dessen ihre eigene Transavantgarde, durch das brechen der für sie verstaubten Dogmen der Kunst.

In der Tat ist „Transformation“ für sie das Schlüsselwort. Transformare (lateinisch für dt.Transformation) bedeutet Umwandlung, Verformung, Verwandlung und ist ein Synonym für die Veränderung und die Bewegung. In ihrer Kunst waren die Veränderungsprozesse dynamisch und ihr Pfad immer darauf ausgerichtet das Unerreichbare zu erreichen und das Unberührbare zu berühren.

„Die Göttlichen“ durchliefen ihre eigenen Transformationen, so dass die thematische Vielfalt ihrer Kunstwerke keine Grenzen kennt. Ihr Spektrum umfasst sowohl historische und okkulte, religiöse als auch völlig surrealistische wie auch fantastische oder auch futuristische Visionen von universellen Themen. Oft erinnern die Darstellungsformen an die der alten Götter der Römer, Ägypter und Mayas oder derer von katholischen Heiligen.

Bauermeister implantierte „Den Göttlichen“ das Bedürfnis Aspekte ihres Kunstempfindens zu überdenken und weckte ihr Interesse an der Kunst von Duchamp. Genau er war es, der die visuelle Attraktivität, die nur der hohen Kunst vorbehalten war, ablehnte. In „Idea ready made“ (dt. Idee fertig gemacht) oder „objet trouvé“ (dt. Objekt gefunden) entsteht ein Kunstobjekt oder sein Teil aus alltäglichen Gebrauchsgegenständen. Es geht hier darum die Bedeutung vom Objekt auf das Subjekt zu übertragen.

Eine ihrer ersten großen Inspirationen war Mary Bauermeister, welche, ebenso wie „Die Göttlichen“, mit Köln verbunden ist. Dank ihr wurden sie in die Welt der Avantgarde und vor allem in das avantgardistische Denken über Kunst eingeführt. Bauermeister bildete die Avantgarde der 1960er Jahre, sowohl im Künstlerkreis der Pop Art, dem New Realism und des Fluxus.

Sie war auch in engen Beziehungen mit Robert Rauschenberg, Jasper Johns, Niki de Saint Phall und Jean Tinguely. Ihr unübertreffliches Vorbild jedoch war ihr ganzes Leben lang Marcel Duchamp.

Für „Die Göttlichen“ war die Begegnung mit Bauermeister ein einschneidender Wendepunkt. Mit ihr durchschritten sie den künstlerischen Weg der Avantgarde und erschufen während dessen ihre eigene Transavantgarde, durch das brechen der für sie verstaubten Dogmen der Kunst.

In der Tat ist „Transformation“ für sie das Schlüsselwort. Transformare (lateinisch für dt.Transformation) bedeutet Umwandlung, Verformung, Verwandlung und ist ein Synonym für die Veränderung und die Bewegung. In ihrer Kunst waren die Veränderungsprozesse dynamisch und ihr Pfad immer darauf ausgerichtet das Unerreichbare zu erreichen und das Unberührbare zu berühren.

„Die Göttlichen“ durchliefen ihre eigenen Transformationen, so dass die thematische Vielfalt ihrer Kunstwerke keine Grenzen kennt. Ihr Spektrum umfasst sowohl historische und okkulte, religiöse als auch völlig surrealistische wie auch fantastische oder auch futuristische Visionen von universellen Themen. Oft erinnern die Darstellungsformen an die der alten Götter der Römer, Ägypter und Mayas oder derer von katholischen Heiligen.

Bauermeister implantierte „Den Göttlichen“ das Bedürfnis Aspekte ihres Kunstempfindens zu überdenken und weckte ihr Interesse an der Kunst von Duchamp. Genau er war es, der die visuelle Attraktivität, die nur der hohen Kunst vorbehalten war, ablehnte. In „Idea ready made“ (dt. Idee fertig gemacht) oder „objet trouvé“ (dt. Objekt gefunden) entsteht ein Kunstobjekt oder sein Teil aus alltäglichen Gebrauchsgegenständen. Es geht hier darum die Bedeutung vom Objekt auf das Subjekt zu übertragen.

Dieser Prozess wird von „Den Göttlichen“ vollkommen verstanden. Sie möchten ab dann ihren Werken eine mystische Bedeutung verleihen, durch das entreißen dieser aus ihren früheren Bedeutungen, an die alle gewöhnt sind. Die Anwendung sehen wir in ihren folgenden Arbeiten, in den sie ihre Gemälde und Objekte sowie bereits bestehende Gegenstände in den Stand des Idealen (des Göttlichen) erheben. Die Oberflächen der Kunstwerke werden nun teilweise mit Gold, Silber, Platin, Glitzer und vielen weiteren Materialien veredelt, um sie zu erweitern und so zum symbolischen Element für den „Himmel auf Erden“ zu erheben. „Die Göttlichen“ nähern sich so nicht nur der traditionellen Kunst auf mystische Weise, sie spielen auch mit ihrer alten Ordnung.

Bei der Analyse ihrer Kunst ist es schwer die Analogie zum Essay von Susan Sontag, aus der Mitte der 1960er Jahre, den “Notes on Camp“, zu umgehen. Sontag definiert Camp als “eine gescheiterte, enttäuschte Ernsthaftigkeit”. Sie lässt die Luft aus einem mit Patos der ernsthaften Kunst aufgeblasenen Ballon heraus, der sich zur Aufgabe gemacht hat: docere, movere, delectare (belehren – überreden – überzeugen). Eine ihrer wichtigsten Ansichten hierzu, sie lehnt die Kategorisierung etwas als “gut” oder “schlecht” anzusehen ab. Camp ist manchmal übersättigt, kitschig und übertrieben in seinem Ausdruck, aber es ist sicherlich eine Art von Sensibilität in der Kunst. Deshalb ist die „Camp-Kunst” von Iven Orx & Aaron Vinn die Akzeptanz und Bejahung zu jeder Form welche ihrem klassischen Verständnis entgeht.

Die Transavantgarde

Der Begriff „Transavangarde“ auch italienisch „Transavanguardia„ (jenseits der Avantgarde) wurde erstmals 1979 vom römischen Kunstkritiker Achille Bonito Oliva erwähnt und ist hauptsächlich aus der italienischen Arte Povera hervorgegangen.

Die Kunst von Iven Orx und Aaron Vinn passt in die Definition der Transavangarde, vor allem durch die Ablehnung des Imperativs der Neuheit. Vergangene Themen, Motive und Macharten aus der Kunst werden mit ironischer Distanz zurückgeholt, so dass es schwer zu unterscheiden ist um was es sich hier handelt, einen Witz oder eine ernste Aussage, um Schönheit oder Kitsch. Die Transavantgarde bedeutet auch den Gebrauch der Kunst in ihrem traditionellen Sinne, nämlich die Verbindung von verschiedenen Stilen und Techniken.

In Zeiten, in denen Kunst bereits das letzte Wort gesagt haben soll und die Form wie auch der Inhalt bereits gänzlich erschöpft zu sein scheint, möchten die Künstler, dass der Betrachter in dem unendlichen Schaffensprozess der Bedeutungen Teil nimmt. Für „Die Göttlichen“ ist dieser eigentliche kreative Prozess selbst äußerst bedeutend, da die daraus resultierende Kunst für sie ihre Art der Kommunikation zwischen dem Künstler und dem Betrachter ist. Sie hat die Aufgabe das fehlende transzendentale Element, zwischen dem was göttlich und dem was irdisch ist, zu erschaffen.

Zweifellos sind Iven Orx & Aaron Vinn die Antwort auf die emotionalen und ästhetischen Bedürfnisse des heutigen Kunstkonsumenten.

Mit ihren Arbeiten füllen sie effektiv die Lücke zwischen den oft utopischen Annahmen zeitgenössischer Künstler und der aktuell vorherrschenden Ästhetik. Sie gehören zu der neuen Generation die es mit einem Betrachter aufnehmen muss, der mit einer Vielzahl täglich implizierter Bilder bereits konfrontiert wurde.

Trotzdem bleibt ihre Art zu arbeiten “transavangardistisch“, erfüllt mit einer ungewöhnlichen Form die es jedem von uns erlaubt seine eigene Bedeutungen zu generieren. So tragen sie der transavantgardistischen Art des Denkens über Kunst bei und zeichnen sich durch eine gefühlsstarke Expression wie auch intuitiven Form der Darstellung aus. Hierbei nutzen sie bewusst verschiedene Kunstformen, welche der emotionalen Übertragung dienen sollen.

Die “Göttlichen” sagen über sich selbst, dass ihre Rolle darin besteht “ein Stück Himmel auf die Erde zu bringen” und deswegen verleihen sie jedem ihrer Werke eine göttliche Seele der transzendentalen, übernatürlichen Mystik.

Ihre Profession empfinden sie als eine Art Mission. Jedes ihrer Kunstwerke soll Eigenschaften besitzen, um unsere Realität in einen übernatürlichen Zustand zu verwandeln. Ihre Leben bestimmt die tägliche Suche nach transavantgardistischer Mystik.

 

Düsseldorf, 2018

Mag. Gabriela Szafarska
Kunsthistorikerin
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Tu, was du willst: die Freiheit der Kunst jenseits aller Schubladen

„Tu das, was du willst.” Das ist die Message von Iven Orx & Aaron Vinn, einem angesagten Künstlerduo mit eigener Galerie in Köln. Ihre Kunst ist einfach anders, jedes ihrer Kunstwerke ist eigen, passt in keine Schublade. Und das ist gut so, finden die beiden Quereinsteiger. Ihre Kunst, auf die einfach kein Etikett passt, begeistert inzwischen Kunden aus aller Welt. „Wenn man sich einem Stil unterwirft, dann schränkt man sich selbst ein.“ Im Interview erzählen sie von ihrem ungewöhnlichen Einstieg in die Welt der Kunst und was ihre Art zu arbeiten und zu erschaffen mit Freiheit zu tun hat.

business-on.de: Wie habt ihr beide euch kennengelernt?

 

Iven Orx: Wir haben uns hier in Köln in einer Bar kennengelernt. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir beide noch nicht, dass wir Künstler sind. Wir kamen ins Gespräch, fanden uns sympathisch und so ist der Kontakt entstanden. Das ist jetzt ca. 15 Jahre her.

 

business-on.de: Wie seid ihr dann zur Kunst gekommen?

 

Iven Orx: Wir haben uns irgendwann entschlossen, in Köln gemeinsam in eine WG zu ziehen. Eines Abends saßen wir zusammen und uns fiel auf, dass unsere beiden Väter malten. Es waren keine professionellen Künstler, sondern einfach kreative Menschen, die das mal gemacht haben. Darüber haben wir gesprochen und uns gefragt, wie es wäre, wenn wir auch malen würden. Das war der Anfang von allem. Da waren wir ungefähr 20 Jahre alt.

Wir haben dann am selben Abend noch Malutensilien, kleine Leinwände und Farben gekauft und losgelegt. Zu unserem eigenen Erstaunen waren die Menschen von dem, was wir gemalt haben, begeistert. Dann haben wir unsere ersten Bilder bei eBay in Amerika eingestellt und nach ein paar Tagen waren alle verkauft. So haben wir uns gesagt, dass da irgendein Zauber sein muss und wir das weitermachen sollten. Außerdem hat es uns so viel Spaß gemacht, dass wir innerhalb kürzester Zeit unsere Wohnung in ein Atelier verwandelt haben. Überall waren Farben und in jeder Ecke standen Leinwände. Es kam dann einfach immer häufiger dazu. Ein paar Monate später mussten wir unsere Möbel verkaufen, um Platz zu schaffen. Als es dann nicht mehr weiterging, haben wir uns nach einem Atelier umgesehen. Am Neumarkt in Köln, in einer ehemaligen Marzipanfabrik, fanden wir genau das, was wir suchten. Das hat uns so gut gefallen, dass wir sagten: Ok, wir versuchen es. Wir springen jetzt ins kalte Wasser und richten uns hier ein. Mit einem Atelier und einer kleinen Galerie. Das ist jetzt 12 Jahre her.

 

business-on.de: Habt ihr vorher eine Berufsausbildung gemacht oder studiert?

 

Iven Orx: Ja, wir haben zuerst beide kaufmännische Berufe gelernt, aber das war nicht das Wahre für uns. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir noch nicht das Richtige gefunden, sondern suchten noch nach unserer Erfüllung. Wir haben dann beide erst einmal gejobbt.

 

business-on.de: Ihr habt angefangen zu malen. Inzwischen habt ihr auch Vögel und andere phantasievolle Werke geschaffen. Wie kam es dazu, auch solche Projekte umzusetzen?

 

Iven Orx: Ja, das kam mit der Zeit. Begonnen haben wir mit den normalen Kunstwerken, dann haben wir die Welt bereist und viele Museen besucht. Dabei fanden wir die Kunst oft etwas traurig und langweilig. Wir sahen viele schwarze Kunstwerke und dunkle Bilder und da haben wir bemerkt, dass wir genau das nicht wollen. Wir wollen, dass unsere Kunst fröhlich ist, dass sie den Menschen viel Freude bereitet und ihnen Glück spenden kann. So haben wir uns nach und nach entwickelt und irgendwann auch versucht, mit anderen Materialien zu arbeiten. Mit Gold, Glitzer und bunten Farben. Dabei merkten wir, dass wir die vorhandenen Farben nicht gut fanden. Deshalb haben wir angefangen, unsere Farben selbst herzustellen. Damit sie leuchtender sind, mehr Kraft und Power haben. Und so sind unsere Werke immer bunter und fröhlicher geworden.

 

business-on.de: Was war euer allererstes Werk?

 

Iven Orx: Das sind zwei kleinere Aquarelle und sie hängen in unserer Galerie. Oben ist der Wotan und unten ist die Walküre, so heißt das Werk auch. Die sind unverkäuflich. Die möchten wir gern behalten, sie bringen uns Glück. Das ist wie bei Dagobert Duck mit seinem ersten Penny.

 

business-on.de: Was fasziniert euch an Kunst?

 

Aaron Vinn: Die Freiheit. Wir können machen, was wir wollen, wir können nehmen, was wir wollen, können zusammenstellen, was wir möchten. Eigentlich ist es nur so, dass etwas Geist bekommt, und das ist gleichzeitig die Herausforderung.

 

Iven: Und dass wir uns verwirklichen können. Wir haben festgestellt, und das ist uns auch von anderen gesagt worden, dass wir mit unserer Kreativität begnadet sind. Dieses Geschenk möchten wir den Menschen gern weitergeben. Wir wollen den Menschen mit unseren Werken ein Stück Himmel auf die Erde bringen. Und jeder Mensch kann mit diesem Stückchen Himmel ein bisschen glücklicher sein. Das ist das, was uns fasziniert, wenn Kunden oder Interessenten zu uns kommen: wie sie dann schwärmen und wir in ihre leuchtenden Augen sehen. Egal, ob Kinder oder Erwachsene. Das ist unser Lob und das gibt uns die Kraft, weiterzumachen und immer neue Kunstwerke zu erschaffen.

 

business-on.de: Wo kommen eure Kunden her?

 

Iven Orx: Mittlerweile kommen sie aus der ganzen Welt. Aus Belgien, Dänemark, den Niederlanden und auch aus Schweden. Da unterhalten wir uns dann immer auf Schwedisch-Deutsch. Aber überwiegend kommen sie tatsächlich aus der Region über Mundpropaganda, weil wir inzwischen so etwas wie ein Geheimtipp unter den Galerien sind.

 

business-on.de: Woher kommen eure Ideen?

 

Iven Orx: Also, wir haben jeden Tag bestimmt hundert verschiedene Ideen. Mittlerweile schreiben wir einige davon auf. Ja, die Ideen sind einfach auf einmal da. Wir haben also keine Probleme mit kreativen Ideen. Wir haben vielmehr ein zeitliches Problem. Deswegen arbeiten wir auch viel nachts, weil es da einfach viel ruhiger ist.

 

Aaron Vinn: Es ist aber auch oft so, dass manche Kunstwerke als Idee geboren werden und wir uns sagen, dass wir z. B. die Queen auf eine andere Art und Weise darstellen wollen. Dann entwickelt sich erst im Laufe der Zeit etwas daraus. Manches fängt auch ganz klein an und wird dann auf einmal riesig groß. Wie unsere Marilyn Monroe. Ganz am Anfang war sie noch ohne Hut, einfach nur gemalt. Dann bekam sie noch echte Haare und es kamen immer weitere Sachen hinzu. Also „work in progress“.

 

Iven Orx: Und Marilyn Monroe ist immer noch nicht fertig. Sie bekommt sicher auch noch Licht.

 

business-on.de: Wie würdet ihr selbst euren Stil beschreiben?

 

Iven Orx: Hm. (überlegt) Eigentlich haben wir gar keinen Stil. Wir möchten auch gar keinen Stil haben. Wir denken, wenn man sich einem Stil unterwirft, dann schränkt man sich selbst ein. Wenn man nur abstrakte, expressionistische Bilder malt, dann ist man in den Augen der Welt in so einer Art Schublade. Und das möchten wir nicht. Wir möchten einfach freigeistig arbeiten und das tun, wozu wir Lust haben. Wenn wir also einen Vogel machen möchten, dann machen wir den einfach. Oder wir malen einen Baum oder eine Rakete oder einen Totenkopf mit Flügeln oder Haaren oder was auch immer. Wahrscheinlich werden sich die Kunsthistoriker nach uns den Kopf darüber zerbrechen, wo wir eigentlich einzuordnen sind.

 

Aaron Vinn: Wenn man immer den gleichen Stil hat, kopiert man sich ja auch immer wieder selbst. Und deshalb wollten wir von Anfang an keine Zuordnung haben.

 

business-on.de: Ist das die Message, die ihr mit eurer Kunst vermitteln wollt? Sei frei und lass dich nicht in eine Schublade pressen?

 

Iven Orx: Genau! Die Message wäre einfach: Tu das, was du willst!

 

business-on.de: Ihr habt vorhin bereits gesagt, dass ihr den Himmel auf die Erde holen möchtet. Woran glaubt ihr?

 

Iven Orx: Also wir glauben an viele Götter, obwohl wir nicht religiös sind. Für uns ist unsere Kunst unsere Religion. Aber wir glauben an Götter, die bei uns sind. Wir versuchen ja auch, mit einigen Kunstwerken manche Götter darzustellen, die uns hier bewachen und besuchen. Aber grundsätzlich ist unsere Kunst nicht religionsbezogen.

 

business-on.de: Ihr seid sehr erfolgreich. Was bedeutet das für euch?

 

Iven Orx: Für uns bedeutet das wieder Freiheit. Der finanzielle Erfolg erlaubt uns, immer neue Projekte zu machen. Der immaterielle Erfolg ist für uns die Freude in den Augen der anderen Menschen, die unsere Kunst sehen und sich damit auseinandersetzen. Nicht jeder muss unsere Kunst lieben, aber allein der Fakt, dass man sich mit unserer Kunst auseinandersetzt und sagt, dass dies etwas ist, was man noch nie zuvor gesehen hat, gibt uns wieder den Antrieb zu dem, was wir machen.

 

business-on.de: Eure beiden Väter haben auch gemalt. War es dadurch leichter für euch, euren Eltern zu vermitteln, dass ihr jetzt Künstler seid, oder waren sie der Ansicht, dass ihr etwas finanziell Sichereres tun solltet?

 

Aaron Vinn: Bei unseren Vätern war das ja kein Job, sondern einfach nur Hobby. Es war aber so, dass es uns den Anreiz gegeben hat, es zu versuchen. Auch weil vorher schon eine gewisse Kreativität in uns steckte. Aber als junger Mensch versucht man ja, allen gerecht zu werden, und man hat beigebracht bekommen, dass man etwas Vernünftiges lernen sollte. Aber es bringt nichts, wenn es einen nicht glücklich macht.

 

Iven Orx: Unsere Eltern waren anfangs nicht begeistert, aber wir haben uns durchgesetzt. Wir haben es einfach gemacht. Und als sie sahen, dass wir schon unsere ersten Kunstwerke für ca. 300 Dollar nach Amerika verkauft hatten, sagten sie, dass es ja dann nicht so schlecht sein könne, was wir da machen. Dieser allgemeine Glaube, dass die Kunst brotlos ist, stimmt nicht ganz so. Ich denke, wenn man etwas mit vollem Herzen macht, egal was es ist, ob Kunst oder Kochen, dann hat man immer Erfolg. Wenn man das tut, was man liebt. Das ist auch unsere Message: Tu, was du liebst.

 

business-on.de: Was war bisher euer größter Erfolg?

 

Iven Orx: Unsere eigene Galerie ist unser größter Erfolg. Dass wir das tun können, was wir tun wollen, und zwar ohne Einschränkungen.

 

Aaron Vinn: Da war aber auch ein bisschen Glück dabei, denn wir wollten eigentlich etwas Schöneres und Größeres und haben uns etwa 20-30 Ateliers angeschaut. Und dieses hier war das Allerletzte, welches wir uns angesehen haben. Wir kamen und dachten vorher: Ach, das wird sowieso nix. Schließlich war das so etwas wie ein Lager. Aber das Schicksal wollte es so. Es ist ja auch herrlich groß, man verläuft sich fast hier. Und das ist genau das, was wir wollten. Wir haben auf unser Herz gehört, nicht auf unseren Verstand, und deshalb sind wir jetzt hier und es ist alles gut geworden. Damals sah es hier ja auch noch völlig anders aus, weil alles auf die Marzipanherstellung ausgelegt war.

 

business-on.de: Habt ihr Vorbilder? Und wenn ja, wer ist es?

 

Iven Orx: Also direkte Vorbilder haben wir nicht, denn das, was wir machen, ist schon etwas Anderes und etwas Neues. Natürlich kennen wir in der Kunstwelt Persönlichkeiten, die wir bewundern, wie z. B. Marcel Duchamp oder Mary Bauermeister, bei der wir einige Jahre Kunstavantgarde gelernt haben. Sie ist eine gute Freundin und Mentorin.

 

Aaron Vinn: Aber jemand, von dem wir sagen, dass wir so werden wollen, so jemanden haben wir nicht.

 

business-on.de: Bei unserem Rundgang durch eure Galerie habe ich eine Wand gesehen mit dem Titel „Die Zeit der Rebellion“. Gegen was habt ihr rebelliert?

 

Iven Orx: Gegen die dunkle Kunst. Das war die Zeit, als wir die ganzen Museen besucht und uns ein Bild über Kunst gemacht haben. Da haben wir festgestellt, dass fast alles schwarz-weiß ist, und beschlossen, dass unsere Kunst anders sein soll. Anders als alles, was man bisher kannte. Seitdem haben wir begonnen, bunte Kunstwerke zu machen, fröhliche Kunst. Danach kam die Zeit der Götter, die Zeit des Auflebens.

 

business-on.de: Ihr arbeitet auch mit Holzuntergründen wie im Mittelalter. Wie seid ihr darauf gekommen?

 

Iven Orx: Die Objekte geben uns die Freiheit, die Form selbst zu bestimmen. Also das umzusetzen, was einem vorschwebt. Man ist nicht gezwungen, immer ein Rechteck zu bemalen. Man kann jede Form wählen. Das Holz kaufen wir als große Platten und schneiden sie so aus, wie wir es haben möchten. Bei Andy Warhol kann man dann zum Beispiel dreidimensionale Haare ausschneiden. Und auch das Gesicht, wie es hier zu sehen ist, bekommt man nur schwer auf eine Leinwand. Man könnte es malen, ja. Aber wir wollten andere Dimensionen und mehr Tiefe.

 

business-on.de: Habt ihr darüber gelesen oder wie habt ihr das entdeckt?

 

Iven Orx: Nein, das haben wir eines Tages einfach so gemacht.

 

Aaron Vinn: Das entsteht bei uns immer aus einem „Lass es uns einfach versuchen.“ Es gibt so viele Regeln und Zwänge, die wir auferlegt bekommen oder die uns vorgesagt werden: „Das kann man nicht machen.“ Oder: „Das sollte man nicht machen.“ Aber wir möchten die Erfahrung gerne selber machen.

 

business-on.de: Wisst ihr noch, was das erste eigene Werk war, welches ihr verkauft habt?

 

Iven Orx: Das war ein abstraktes Bild und es wurde über eBay nach Amerika verkauft. Damals, als wir noch kein Atelier hatten, sondern in der Wohnung malten, haben wir unsere Bilder noch nicht auf Rahmen gespannt, wie wir es jetzt machen. Wir haben sie damals aufgerollt in einem Plastikrohr verkauft.

 

business-on.de: Holt ihr euch gegenseitig die Meinung voneinander ein und fragt euch, wie der andere das findet?

 

Iven Orx: Oh ja, ja, wir reflektieren uns gegenseitig. Ich glaube, das ist 

auch sehr wichtig, dass wir uns gegenseitig unterstützen können. Dass der eine dem anderen seine ehrliche Meinung sagen kann.

 

Aaron Vinn: Ja, das ist ein ewiger Austausch. Manche Ideen kommen auch nicht so gut an beim anderen. Dann wird ein bisschen diskutiert, aber im Grunde sind wir immer auf der gleichen Ebene. Nur wenn die Idee gut ist, ist sie meist mit Aufwand verbunden. Da müssen wir erst diskutieren, ob wir das wirklich wollen.

 

business-on.de: Erstellt jeder seine eigenen Werke oder arbeitet ihr an jedem Werk gemeinsam?

 

Iven Orx: Wir machen alles zusammen. Alles, was du hier siehst, ob das die gemalten Bilder sind oder die Installationen, machen wir zusammen.

 

business-on.de: Kommt es vor, dass der andere etwas ablehnt und keine Lust auf eine Idee hat?

 

Iven Orx: Nein, wir teilen uns die Arbeit ja auf.

 

Aaron Vinn: Es gibt Prozesse, an denen wir beide gleichzeitig arbeiten. Meistens ist es so: Wir haben eine Idee, der eine zeichnet es auf, der andere findet es ganz furchtbar, dann ist es irgendwann fertig und jeder findet es toll. Genauso wie bei unserem Kunstwerk der Wolke. Am Anfang sollte es nicht so groß werden, nicht so überdimensional und auch nicht mit so großen Strahlen. Es sollte alles eigentlich ein bisschen minimalistisch werden. Aber als es fertig war, fanden wir es gut.

 

Iven Orx: Ja, nur dauerte es über ein Jahr, bis es fertig war.

 

business-on.de: Wie lange dauert es, bis ein Kunstwerk fertig ist? Von der ersten Idee bis zur Veröffentlichung?

 

Iven Orx: Bei Bildern sind das so ungefähr zwei bis zweieinhalb Monate. Bis alles getrocknet ist usw. Die Leinwände bauen wir auch selbst, das sind keine Gekauften. Wir verwenden besonderes Holz aus Italien, welches wir dort bestellen und das unseren Vorstellungen entspricht. Und die Stoffe werden auch aufgespannt. Das ist alles keine Standardware, die man bei uns kauft. Alles wird in unserer Werkstatt zugesägt, die Stoffe werden aufgespannt und nachher wird erst die Leinwand bemalt. Das Ganze ist ein Prozess, der bis zu drei Monaten dauern kann. Bei den anderen Kunstwerken dauert es schon mal länger, wie bei der Queen. An der haben wir über ein Jahr gearbeitet, bis sie fertig war. Oder auch die Wolke, von der wir gerade sprachen … Das sind schon zeitintensivere Arbeiten, die dauern. Schließlich sind das ja alles Swarovski-Kristalle, das ist alles Blattgold, und das muss man von Hand machen.

 

business-on.de: Gibt es bei euch Phasen, in denen ihr unkreativ seid oder in denen drei Tage nichts geht?

 

Iven Orx: Also drei Tage nicht, aber manchmal ist es so, dass man wirklich keine Zeit hat und wir genug andere Sachen zu tun haben. Dann wird halt keine Kunst gemacht, sondern vielleicht Bürokram. Oder wir gehen einfach ein Museum besuchen oder eine Ausstellung. Das tun wir auch sehr gerne. Wir haben wirklich immer etwas zu tun. Langeweile gibt es bei uns nicht und auch keine Zeit, um uns auszuruhen.

 

business-on.de: Da sind wir gleich beim nächsten Thema: Was macht ihr in eurer Freizeit?

 

(Lachen beide) Iven Orx:: Ja, wenn wir keine Kunst machen, dann besuchen wir wirklich Museen und Ausstellungen. Oder auch Kunstmessen. Köln ist ja berühmt für die Art Cologne. Und dann gibt es auch noch die Cologne Fina Art im Herbst. Da sind wir dann auf Kunstmessen unterwegs und sehen uns die ganze Welt der Kunst an, weil wir ja keine Zeit haben, so weit zu reisen, nach Amerika oder Japan. Dann kommt eben die Kunst nach Köln und wir sehen uns hier vor Ort an, was es Neues in der Kunstwelt gibt.

 

business-on.de: Also seid ihr wirklich immer von Kunst umgeben und ihr macht nicht z. B. mal einen Kochabend, um abzuschalten?

 

Iven Orx: Oh doch, wir kochen auch selbst, ja. Das machen wir. Wir haben hier eine große Küche, in der wir selbst kochen. Aber das sind einfach Pausen zwischendurch. Dann kocht der eine, also Aaron oder ich, und dann machen wir eine halbe oder eine Stunde Pause. Es gibt leckeres Essen, wir unterhalten uns und tauschen uns über unsere Ideen aus. Aber alles passiert hier in unserem Atelier. Also keine Zeit für Urlaub oder Hobbies oder andere Vergnügen. (Lachen beide)

 

business-on.de: Habt ihr eine Vision? Und wenn ja, welche?

 

Iven Orx: Ja, unsere Vision ist, die Welt etwas bunter und fröhlicher zu machen. Dass die Menschen durch unsere Kunst ihr eigenes Stück Himmel auf der Erde haben. Indem sie fröhlicher werden und etwas abschalten können, mit guter Kunst.

 

business-on.de: Habt ihr selbst ein Lieblingswerk? Entweder von euch oder von einem anderen Künstler?

 

Iven fragt Aaron: Hast du eins?

 

Aaron Vinn: Hm, das ist eine gute Frage. Das ist so, wie mit den eigenen Kindern. Man liebt sie alle.

 

Iven Orx: Also ich glaube, die Queen ist unserer Lieblingskunstwerk. Weil das eine unserer ersten Installationen ist, die wir gemacht haben. Und damit verbinden wir natürlich auch viele Erinnerungen. Es gab letztens einen Investor, der sich für diese Queen interessierte und sie gern haben wollte für seine Sammlung. Aber wir hadern noch mit uns, ob wir das wirklich möchten. Denn wenn unsere Queen nicht mehr da ist, was machen wir dann? Es gibt doch nur eine Queen. (Lachen beide)

 

business-on.de: Wie ist das für euch, wenn ihr eines eurer Kunstwerke weggebt?

 

Aaron Vinn: Ja, es tut immer ein bisschen weh, aber es … kommt auch immer darauf an. Wir haben dann wieder Platz für etwas Neues. Es ist schon wirklich viel, was wir hier haben.

 

Iven Orx: Aber zum Beispiel Arbeiten, an denen wir ein ganzes Jahr gearbeitet haben, die tun schon etwas mehr weh.

 

business-on.de: Bleibt ihr auch nach einem Verkauf mit den Käufern in Verbindung?

 

Iven Orx: Ja. Wir bekommen immer Mails und Anrufe von Menschen, die uns seit vielen Jahren begleiten. Viele haben schon ganz viele Bilder von uns, auch andere Kunstwerke. Sie sammeln mittlerweile unsere Kunst. Und ja, wir haben unsere Fanbase, die sich immer über uns auf dem laufenden hält und uns unterstützt. Die auch sagt: „Mensch, das ist so toll, was ihr hier alles macht.“ Und: „Macht weiter so.“ Und das gibt uns sehr viel Kraft.