Seit 2010 entstehen Bildkörper.

Die Arbeit setzt Wahrnehmung nicht als gegeben voraus, sondern als Zustand unter Bedingungen.
Nicht das Bild steht im Zentrum, sondern die Organisation dessen, was als Bild erscheinen kann.

Bildkörper sind keine Darstellungen.
Sie sind operative Zustände materiell gebundener Wahrnehmung.

Die Arbeit entsteht nicht aus einem Medium, sondern aus der Verschiebung seiner Voraussetzungen.
Frühe Prägungen wirken nicht als Referenzsystem, sondern als strukturelle Disposition im Umgang mit Material, Setzung und räumlicher Organisation.

Zwischen 2010 und 2015 entstand ein Arbeitskontext im Umfeld offener, prozessualer Kunstbegriffe, in dem Werk nicht als abgeschlossenes Objekt, sondern als relationales Gefüge verstanden wurde.

Diese Logik setzt sich nicht fort.
Sie verdichtet sich.

Die Bildkörper stabilisieren keine gemeinsame Sprache.
Sie erzeugen unterschiedliche Bedingungen derselben Praxis.
Die Praxis stabilisiert keine Kategorien von Bild, Raum oder Objekt.
Sie operiert in deren Übergängen.
Mit jedem Regime verschiebt sich die Untersuchung.
Nicht von einem Medium zum nächsten, sondern von den Bedingungen des Bildes zu den Bedingungen von Wirklichkeit.
Es wird kein Medium behauptet.
Es werden Bedingungen gesetzt.
Kein Bildkörper ersetzt den vorherigen.
Jeder verändert die Bedingungen seiner Fortsetzung.
Die Arbeiten zirkulieren nicht frei.
Sie werden gezielt in Sammlungs- und Institutionskontexte überführt.