Bildkörper – Material, Licht und Raum
Orx & Vinn entwickeln BILDKÖRPER – ein von ihnen geprägter Begriff –, in denen Malerei, Material und Raum zu einer physisch erfahrbaren Form der Wahrnehmung verschmelzen. Der Begriff beschreibt die Auflösung der klassischen Bildfläche zugunsten eines materiellen, räumlich-operativen Bildes.
Seit 2010 entstehen Werke, in denen Raum, Licht und Material in dynamische Resonanz treten. Die Arbeiten sind keine statischen Objekte, sondern physische Bildfelder, in denen Betrachter*innen Wahrnehmung als formbares System und Bewegung im Raum unmittelbar erfahren.
Werkgruppen – Zustände und Forschung
Die Werkgruppen erforschen unterschiedliche Zustände des Bildkörpers – von Verdichtung über Schleier und Schwellenräume bis hin zu Fragmentierung und Narben. Jede Arbeit dokumentiert eine fortlaufende, räumlich-materiale Forschung, in der Materialität, Lichtführung und Struktur in enger Wechselwirkung stehen.
Forschung von Orx & Vinn – Kernpunkte
- Auflösung der Bildfläche
Klassische Flächen lösen sich auf; Materialität, Licht und Raum werden zu direkt erfahrbaren Trägern von Präsenz und Wirkung. - Zwischen Bild und Objekt
Bildkörper existieren in der Schnittstelle von Malerei, Skulptur und Rauminstallation – operative Erfahrungsräume, die weder nur Bild noch nur Objekt sind. - Materialität als Bedeutungsträger
Pigment, Struktur, Oberfläche und Substanz fungieren als aktive Träger von Wirkung und Interpretation. - Körperliche Erfahrung
Bewegung der Betrachter*innen moduliert die Wahrnehmung und verstärkt die radikale Präsenz jedes Bildkörpers. - Zustände des Bildkörpers
Verdichtung, Schleier, Schwelle, Bruch, Fragmentierung, Narben – jeder Zustand erzeugt spezifische Raumwirkungen und sensorische Erfahrungen. - Kontinuierliche Forschung
Jede Arbeit erweitert konsequent die Auseinandersetzung mit Licht, Material, Struktur und Raum und entwickelt die Praxis radikal weiter.
Struktur des Œuvres
Bildkörper
└── SEAM → Topografie/Zeit
└── VEIL → Leere/Substanz
└── CORE → Energie/Rhytmus
└── LIMEN → Übergang/Fluss
└── FATHOM → Tiefe/Resonanz (Editionen)
Ergänzend zu den sichtbaren Werkgruppen entstehen kuratorisch präsentierte Arbeiten, die neue Aspekte von Körperlichkeit, Raumfragilität und struktureller Transformation explorieren.