FATHOM

Tiefe erscheint hier nicht als Ausdehnung.
Sie wirkt als Bindung.

Seit 2024 entstehen Bildkörper, in denen Material und Raum nicht getrennt sind. Geschichtete Strukturen und optische Oberflächen erzeugen keine Illusion von Tiefe, sondern halten sie als gegenwärtigen Zustand im Werk. Was sichtbar wird, liegt nicht hinter der Oberfläche – es ist in ihr gebunden.

FATHOM beschreibt keine Tiefe.
FATHOM hält sie im Zugriff, ohne sie freizugeben.

Schichtung fungiert nicht als Aufbau, sondern als Verdichtung von Raum. Jede Lage verändert nicht das Bild, sondern die Bedingungen, unter denen Tiefe lesbar wird. Transparenz öffnet nichts; sie verschiebt die Grenze dessen, was als innen oder außen gelten kann.

Der Bildkörper steht nicht im Raum.
Er organisiert ihn.

Licht wird nicht reflektiert, sondern geführt. Es stabilisiert keine Oberfläche, sondern bindet Wahrnehmung an ein Feld, das sich weder vollständig erschließen noch auflösen lässt. Resonanz entsteht nicht als Effekt, sondern als strukturelle Kopplung zwischen Werk und Körper.

Es gibt keinen abschließbaren Blick.
Nur unterschiedliche Grade von Annäherung.