Es ist nicht wichtig was unsere Kunst bedeutet , sondern was sie bei dir als Beobachter auslöst .

Iven Orx & Aaron Vinn sind Kölner Künstler. Ihr Weg begann 2006 mit informeller Malerei. Die Nähe zu der Avantgardekünstlerin Mary Bauermeister, in deren Sinne sie arbeiteten, brachte ihnen spirituelle Erkenntnisse und unkonventionelle Sichtweisen auf die Kunst. Sie experimentierten mit ungewöhnlichen Materialien, Licht und Dimensionen. Auf der Suche nach ihrer Bestimmung folgen sie schließlich der Vision göttliche Kunst zu erschaffen. Ihr Werk wird jetzt durch das Thema Divinität und der kreative Schöpfungsprozess durch intuitive Intelligenz bestimmt. Wie in Kandinsky’s “inneren Notwendigkeit“, erschafft das Künstlerduo, ohne Bezug auf bestehende Koordinatensysteme, ihren unverkennbaren Duktus. Sie äußern sich, in dem sie die ihnen seelisch verwandten Formen des Ausdrucks wählen und machen ihren objektiven künstlerischen Ansatz, durch ein beherrschendes subjektives Element, greifbar.

Ihre Liebe gilt dem Umgang mit Lichtfülle

Dieses verbindende Element, mit einem breitgefächertem Materialmix aus auffällig reflektierenden Flächen aus Metall, bunten Kristallen, Licht und Glitzer, lässt sich immer wieder in ihren Werken ausmachen. Seien es Gemälde, Cut Out’s, Plastiken, Assemblagen oder raumgreifende Installationen, alles wirkt leuchtend, je nach Betrachtungswinkel veränderbar, beinahe hypnotisch. Frei nach Marshall McLuhan’s Ansatz: “The medium is the message“.

Die Opulenz des Lichts entführt die Aufmerksamkeit des Betrachters auf eine transzendentale Ebene, wo die Sinne nicht mehr wirken wollen oder auch müssen…. Der legendäre Kurator und Ausstellungsmacher Harald Szeemann spricht hier von Perzeption, dem Qualitätsfaktor bei dem der Wahrnehmungsprozess in Kunst nicht auf kommunikative Inhalte abzielt, sondern unbewusst, starke emotionale Inhalte vermittelt.

Laotse:
Dreißig Speichen treffen die Nabe
Die Leere in der Mitte macht das Rad
Ton formt man zu einem Krug
Die Lehre in der Mitte macht das Gefäß
Türen und Fenster bricht man in Mauern
Die Leere in der Mitte macht das Haus
Das Sichtbare bildet die Form eines Werkes
Das Nicht-Sichtbare seinen Wert.

Mit ihrem ungestillten Hunger nach Innovation, glauben Iven Orx & Aaron Vinn an den Fortschritt und vollziehen mit ihrem Werk eine wesentliche Korrektur. Dieses Energiekondensat der Gegenwart ist dazu bestimmt heute enthüllt und morgen entziffert zu werden. Das geschieht über den Qualitäts-Begriff, der sich an vergangenen Demonstrationen der Kunst geläutert hat und als Mysterienraum in der zeitgenössischen Kunst, Einzug hält.